Erlebnis Saaleradweg

403 Kilometer Natur.Kultur.Genuss

Etappe 6: Von Jena nach Naumburg (49 km)

Von Jena aus geht es vorbei am Denkmal des Erlkönigs und den Kunitzer Weinbergen Richtung Dornburg. Der Radweg führt über die wieder aufgebaute Kunitzer Hausbrücke nach Zwätzen und dann nach Dornburg an der Saale. Schon von weiten grüßen die drei Dornburger Schlösser. Nach dem Abstellen der Räder am Bahnhof lässt sich das einzigartige Ensemble der ehemaligen Sommerresidenz mit Altem Schloss, Rokoko- und Renaissanceschloss mit seinen Schlossgärten erkunden.

Nach kurzem Anstieg am Dorndorfer Zementwerk mit Ausblick in das Saaletal bietet sich das Wehr in Döbritschen kurz vor Camburg für eine Rast an. Lohnenswert ist der Fischbeobachtungsplatz unterhalb der Wasseroberfläche.

Das Freibad in Camburg lädt bei schönem Wetter zum Besuch ein. Ebenso besteht die Möglichkeit, sich am Schießplatz ein Kanu zu leihen und den Fluss vom Wasser zu erkunden. Unweit davon liegen die Mauern der Camburg und der ehemaligen Cyriaksruine. Letztere gilt als das einzige aus der ersten Jahrtausendwende erhaltene Gebäude Thüringens.
Im Weindorf Kaatschen kurz vor der Landesgrenze bietet das direkt am Saaleufer gelegene Weingut Thüringer Weine zum Probieren an. Wenige Kilometer flussabwärts mündet in Kleinheringen die Ilm in die Saale. Hier endet auch der beliebte Ilmtal-Radweg.

Die bekannten Saaleburgen Saaleck und Rudelsburg sind schon von weitem zu erkennen. Auf der Rudelsburg entstand 1826 das weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Lied »An der Saale hellem Strande...«. Wenige Kilometer später führt der Saaleradweg im Kurstädtchen Bad Kösen direkt am 325 Meter langen Gradierwerk vorbei. Die Parkanlagen des Ortes mit historischen Wandelhallen laden zum Verweilen ein. Villa und Garten Schultze-Naumburg gehören zum Netzwerk Gartenträume Sachsen-Anhalt. In der Schauwerkstatt samt Werkmuseum der Kösener Spielzeug Manufaktur können Besucher miterleben, wie die hochwertigen Kuscheltiere entstehen.

Das Tal ist nun bis nach Naumburg von den Weinbergen des Weinanbaugebietes Saale-Unstrut geprägt. Unterwegs lohnt sich der Abstecher zum ehemaligen Zisterzienserkloster Schulpforta, heute Internatsgymnasium zur Förderung Begabter.

Die Etappe endet in der fast 1000-jährigen Domstadt Naumburg. Die bis heute fast unversehrte Altstadt mit Bürgerstadt und Domfreiheit ist deutschlandweit einzigartig. Die Vielzahl an Kunstdenkmälern der Renaissance und des Barocks lassen sich bei einem Bummel durch die historische Innenstadt erleben. Der Dom St. Peter und Paul ist das Wahrzeichen der Stadt und zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern des europäischen Hochmittelalters. In seinem Inneren beherbergt er die Kunstwerke der Naumburger Meister sowie die von Neo Rauch neu gestalteten Kirchenfenster.

Verlauf

Jena – Kunitz – Porstendorf – Golmsdorf – Dorndorf – Würchhausen – Döbritschen – Camburg – Stöben – Weichau – Kaatschen – Kleinheringen – Saaleck – Bad Kösen – Naumburg

Wegverhältnisse

familienfreundlich auf gut ausgebauten Radwegen und wenig befahrenen Landstraßen, steile Auf- und Abfahrt zu/von der Rudelsburg, auf einem stellenweise ausgewaschenen, steinigen Weg